Philosophie

Manche Tiere lieben und verwöhnen wir, wir sprechen mit ihnen, sind uns sicher, dass sie uns verstehen, teilen mit ihnen das Bett – und andere zwängen wir zu Tausenden in enge Ställe, nutzen, essen und töten sie. Während Hunde und Katzen heute den Status von Freunden und Familienmitgliedern haben, deren Leidensfähigkeit, Intelligenz und Recht auf Unversehrtheit nicht in Frage gestellt wird, werden andere – allen voran Millionen Tiere in der industrialisierten Massentierhaltung – als Ware ohne Rechte behandelt.

Diskussionen um Schweine, Hühner, Puten und andere „Nutz“tiere und ihre heute immer mehr in der öffentlichen Kritik stehende Haltung und Nutzung beschränken sich inhaltlich oft darauf, wie die Leiden der Tiere vermindert, Tiere aber trotzdem genutzt und für die Lebensmittelproduktion getötet werden können.

Klassische Tierschutzstrategien vermögen nicht, die Tiere vor Leiden zu bewahren und die Situation der Tiere wird sich nicht wesentlich verbessern, solange die moralische Fragestellung nach der Rechtmäßigkeit ihrer Nutzung und ihres Todes für menschliche Zwecke ausbleibt.

Betrachten wir jedoch Tiere – nicht nur einige willkürlich ausgewählte wie Hunde und Katzen – als empfindungs- und denkfähige Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Rechten, ergibt sich ein völlig neue Chance: die für ein gewaltfreies Mensch-Tier-Verhältnis, von dem alle profitieren können.

Das Land der Tiere möchte seinen Teil dazu beitragen, „Tierschutz“ neu zu überdenken, willkürliche Grenzen zwischen verschiedenen Spezies abzubauen, das Recht auf Unversehrtheit Aller anzuerkennen und den Tierrechtsgedanken zu verbreiten.

»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.«

Mahatma Gandhi