Mütter und ihre Babys, verbrannt seitdem gestern in einem der größten deutschen Schweinebetriebe ein Feuer ausbrach.
Die Schweinezuchtlage in Binde im Altmarkkreis Salzwedel war ausgelegt für 30.000 Schweine. Medienberichten zufolge sind mehr als 20.000 von ihnen seit gestern in der Anlage verbrannt.
Manche Schweine, die auf den ersten Blick „Glück hatten“, laufen um die Anlage, der Brand ist noch nicht gelöscht. Die, die sich retten konnten, werden entweder auf Schlachttransporter verladen oder in andere Anlagen „verlegt“, die Verletzten vor Ort getötet.
Die Betriebsgenehmigung für die Anlage hatte das Verwaltungsgericht bereits 2023 aufgehoben, trotz fehlender Baugenehmigung lief der Betrieb ungehindert weiter. Für den Fall, dass Gerichte bestätigen würden, dass eine ältere Baugenehmigung ebenso unrechtmäßig war, stand der komplette zwangsweise Abriss im Raum. Das Urteil in dieser Sache steht noch aus. In der Anlage kam es bereits vor drei Jahren zu einem Großbrand – daraus gelernt und Konsequenzen gezogen hat offenbar niemand der Verantwortlichen.
Geführt wird die nun brennende Schweinezuchtanlage von einem der „Big Player im Schweinesystem“, der LFD Holding – in deren Besitz und Verantwortung auch die 2021 abgebrannte Schweinezucht- und Mastanlage in Alt Tellin ist. Über 50.000 Schweine, Sauen und ihre Ferkel, starben vor drei Jahren dort im Feuer.
Es gibt keine Möglichkeit, Tiere aus solchen Anlagen zu retten, wenn es einmal brennt. Noch ein Grund mehr dafür, dass solche Anlagen überhaupt nicht existieren dürften.