Hühner und Perlhühner im Land der Tiere

Das Land der Tiere ist natürlich auch Hühnerland: Hühner und Perlhühner unterschiedlichster Herkunft finden hier ihr sicheres Zuhause auf Lebenszeit. Sie leben bei Haus #1 in großzügigen Zimmern mit überdachter Außenvoliere, welches ihnen nachts vor Raubtieren Sicherheit bietet, tagsüber können sie draußen tun und lassen, wonach ihnen der Sinn steht. Sie teilen sich ihren großen Außenbereich mit vielen Bäumen, Sträuchern und anderen Versteckmöglichkeiten mit mehreren Puten und Enten.

Du möchtest die Hühner im Land der Tiere unterstützen? Dann übernimm eine Patenschaft für alle Hühner oder eine Patenschaft für ein spezielles Huhn oder eine besondere Hühnerfamilie (siehe unten) oder helfe durch eine Spende oder Förderschaft!

Die geretteten Hühner, die Lehmanns, im Land der Tiere

Gertruda

Wie lange sie wohl schon auf sich allein gestellt in Hamburg unterwegs war?

Ob ihre Federn eigentlich weiß mit schwarzen Punkten sind oder das dreckige Grau ihre Originalfarbe ist, wird sich später zeigen. Auch, ob sie vielleicht doch jemand vermisst. Sie landete im Oktober 2023 auf der Terrasse einer Familie. Schlief draußen auf der Fensterbank. Kam jeden Tag pünktlich zur selben Zeit. Da sie niemandem in der Umgebung zuzuordnen war und ein Huhn ein sicheres Dach über dem Kopf und Gesellschaft braucht, brachten ihre Finder sie jetzt nach ein paar Fensterbank-Tagen ins Land der Tiere. Gertruda, so haben ihre Finder sie genannt, scheint eine ziemlich tiefenentspannte, erfahrene und menschenaffine Henne zu sein. Wir sind gespannt, wie sich die hübsche ältere Dame entwickelt.

Gertruda ist noch auf der Suche nach lieben Menschen, die ihr neues Leben im Land der Tiere mit einer Patenschaft unterstützen.

Die drei Bruhnhilden

Rettung in letzter Minute: Drei zweieinhalbjährige „Lege“-Hennen, die von ihrem alten Besitzer geliebt und umsorgt wurden, solange er konnte, wären beinahe von seiner Frau geschlachtet worden. Ganz einfach aus dem Grund, weil sie sich nicht um die Hühner ihres kranken Mannes kümmern wollte. Dass ihre Schwiegertochter und Enkel nicht einverstanden waren mit ihrer Tötungsabsicht, konnte sie nicht verstehen. Die alte Frau hätte sie lieber einfach umgebracht und war gar nicht begeistert, dass ihre Familie sich gegen sie durchsetzte und die Hühner im August 2023 ins Land der Tiere brachten – was ihnen das Leben rettete.

Die drei Bruhnhilden sind noch auf der Suche nach lieben Menschen, die ihr neues Leben im Land der Tiere mit einer Patenschaft unterstützen.

Cosma

Cosma & Cosmo kamen im Juli 2023 als kleine kranke Küken zusammen mit Putenküken Pü ins Land der Tiere. Sie wurden gezüchtet, um gemästet und nach wenigen Wochen Lebenszeit geschlachtet zu werden. Verkauft wurden sie von einem „Lebendgeflügelhändler“, der „Mastgeflügel“ an Privatmenschen verkauft, „zum „Selbst-Mästen“ und „Selbst-Schlachten“. Nicht in diesem Fall: Cosma & Cosmo wurden in einer vielleicht gut gemeinten, aber nicht gut gemachten „Rettungsaktion“ von einem Händler „freigekauft“.

Cosma braucht noch liebe Menschen, die sie mit einer Patenschaft unterstützen.

Die Rettung von Cosmo & Cosma begann mit Putenküken Pü, der bei einer putenunerfahrenen Tierschützerin landete, die völlig überfordert war. Was essen Puten? Welche Krankheiten haben sie? Was brauchen sie zum Glücklichsein? Vieles ging da schief. Das Küken bekam Mastfutter, seine Krankheiten blieben unbehandelt und sein „Lebensraum“ war ein Käfig. In dem saß er nicht lange allein: Die Tierschützerin folgerte durchaus richtig, dass so ein Putenküken nicht alleine leben und aufwachsen sollte. Dass sie dann loszog und zwei kranke „Masthühner“-Küken bei so einem „Lebendgeflügel“-Händler kaufte, komplettierte die schiefgegangene Rettung. Letztendlich kümmerte sich eine Tierschützerin eines nahegelegenen Tierheims darum, jemanden zu finden, der das Problem lösen könnte.
Wir sagten zu, das Putenküken aufzunehmen – und natürlich auch seine beiden kleinen kranken Hühnerfreunde. Alle drei waren vor ihrem Zusammentreffen schon krank, litten unter krankmachenden Darmbakterien und hatten nun ihre Keimlage auch noch vermischt. Die Hühner, noch ganz kleine Babys, aufgrund der Zucht auf rasantes Wachstum und der Ernährung mit Mastfutter in dramatischem Zustand. Mehr als ein paar Schritte waren mit ihren kleinen, fetten Körpern nicht drin. Cosmo bereits mit Atemnot und Bluthochdruck, so dass schon beim Einzug feststand: sie werden nicht lange Zeit haben. Aber die Zeit, die bleibt, muss gut sein.
Noch kuscheln die Hühner mit dem großen Pü, der in den ersten vier Wochen rasant gewachsen ist. Das Trio macht mittlerweile nach längerer medikamentöser Behandlung einen gesundheitlich guten Eindruck macht – zumindest, was das Bakterienproblem anbelangt. Cosmo & Cosma sind so jung, sollten eigentlich ganz aktiv herumwuseln und -fliegen. Doch ihre Körper lassen es nicht zu, sie sind viel zu dick, viel zu schwer, das Mastfutter der ersten zwei Lebenswochen hat bleibende Schäden hinterlassen. Und gegen die Mastgenetik sind wir sowieso machtlos.

Die Kalkbeins

Eigentlich hatten wir keine Kapazitäten für weitere Hühner, als im Juli 2023 die Anfrage kam, ob wir eine Gruppe alter Hühner eines 92-jährigen aufnehmen könnten, der nicht mehr in der Lage war, sich um die Tiere zu kümmern. Wir sagten zu, weil wir zeitgleich ein Angebot von privat zur Hühneraufnahme hatten. Als sie dann bei uns abgegeben wurden, war schnell klar: eine Vermittlung wird unmöglich. Die acht Tiere waren in katastrophalem Zustand – und haben bleibende Schäden der Vernachlässigung. Im November 2023 mussten wir unerwartet Abschied von drei Damen der Familie Kalkbein nehmen.

Die fünf Kalkbeins freuen sich über Unterstützung durch Patenschaften!

Kaum eines der Hühner kann normal laufen, ihre Füße waren so zerfressen von Grabmilben, dass vielen von ihnen Krallen und Zehen fehlen, dazu kamen noch eingewachsene Metallringe an den Beinen. Kein Zustand, der innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten auftritt. Sie müssen lange Zeit gelitten haben, weil der alte Herr, bei dem sie lebten, nicht sah, dass sie krank sind und leiden. Die acht Kalkbeins sind so geduldige Patientinnen, die alle notwendigen Behandlungen kooperativ über sich ergehen lassen. Ihnen bleibt hoffentlich noch eine gute Zeit, in der sie durchs Land der Tiere laufen können: laufen, so gut sie können.

Phönix

Phönix begegneten wir im Sommer 2018 das erste Mal. Seit Wochen war er „herrenlos“ in den Bäumen eines kleinen Ortes bei Boizenburg unterwegs und terrorisierte mit seinem Geschrei eine alte Dame und ihre Hühner. Er suchte Anschluss, aber die Hühnerhalterin war wenig begeistert und bat uns, den „lauten, weißen Pfau“ einzufangen. Phönix erwies sich als Perlhuhn – und unfassbar guter Flieger. Ihn einzufangen war unmöglich. Bis er sich Tage später freiwillig im Hühnerstall einfand, in dem wir ihn dann fangen und einpacken konnten.

Phönix braucht noch liebe Menschen, die sein Leben mit einer Patenschaft unterstützen!

Da zu der Zeit im Land der Tiere zu der Zeit nur ein absolut harmonisches Perlhuhnpaar lebte, mit dem eine Vergesellschaftung ausfiel, machten wir uns auf die Suche nach einem Ort, wo der einsame Phönix Perlhuhngesellschaft haben würde. Und fanden diesen schnell auf einem kleinen Lebenshof in Brandenburg. Fast fünf Jahre lebte Phönix dort – und dann gab es Zoff zwischen ihm und einem anderen Perlhuhnhahn. So großen Zoff, dass Phönix in einer Voliere landete. Und wieder einsam war, schrie und dort eingesperrt „durchdrehte“.
Es fand sich keine andere Lösung als die, dass wir versuchen würden, irgendwo eine einsame Perlhuhnhenne für ihn zu finden. Keine leichte Sache, aber nach ein paar Wochen war die Suche nach einer Partnerin für ihn erfolgreich. Wir arrangierten ein Date für die beiden einsamen Perlhühner im Land der Tiere, das in Zukunft ihr gemeinsamer Ort zum Leben sein würde. Jenny aus Flensburg hatte kurz zuvor zweimal hintereinander ihren Partner verloren: der erste wurde Opfer eines Hundes, der zweite von einem Hahn getötet. Phönix und Jenny haben sich gefunden, harmonieren, schreien wenig und haben hoffentlich viel gute Zeit miteinander.

Jenny

Jenny lebte bis Juni 2023 im Garten eines Privathaushaltes, immer zusammen mit einem Perlhuhnhahn in einer gemischten Haltung mit Hühnern. Gleich zweimal musste sie kurz hintereinander mit anschauen, wie andere Tiere „ihren“ Hahn und Freund töteten. Ihr erster Partner wurde Opfer eines Hundeangriffs, der Zweite im Streit von einem Hahn getötet. Jenny war alleine und ihre Menschen fragten an, ob wir sie nicht aufnehmen könnten, damit sie ihr Glück wiederfindet. Jenny fand es wieder: mit ihrem neuen Partner Phönix, der am selben Tag wie sie ins Land der Tiere einzog.

Jenny braucht noch liebe Menschen, die ihr Leben mit einer Patenschaft unterstützen!

Phönix begegneten wir im Sommer 2018 das erste Mal. Seit Wochen war er „herrenlos“ in den Bäumen eines kleinen Ortes bei Boizenburg unterwegs und terrorisierte mit seinem Geschrei eine alte Dame und ihre Hühner. Er suchte Anschluss, aber die Hühnerhalterin war wenig begeistert und bat uns, den „lauten, weißen Pfau“ einzufangen. Phönix erwies sich als Perlhuhn – und unfassbar guter Flieger. Ihn einzufangen war unmöglich. Bis er sich Tage später freiwillig im Hühnerstall einfand, in dem wir ihn dann fangen und einpacken konnten.

Da zu der Zeit im Land der Tiere zu der Zeit nur ein absolut harmonisches Perlhuhnpaar lebte, mit dem eine Vergesellschaftung ausfiel, machten wir uns auf die Suche nach einem Ort, wo der einsame Phönix Perlhuhngesellschaft haben würde. Und fanden diesen schnell auf einem kleinen Lebenshof in Brandenburg. Fast fünf Jahre lebte Phönix dort – und dann gab es Zoff zwischen ihm und einem anderen Perlhuhnhahn. So großen Zoff, dass Phönix in einer Voliere landete. Und wieder einsam war, schrie und dort eingesperrt „durchdrehte“.

Es fand sich keine andere Lösung als die, dass wir versuchen würden, irgendwo eine einsame Perlhuhnhenne für ihn zu finden. Keine leichte Sache, aber nach ein paar Wochen war die Suche nach einer Partnerin für ihn erfolgreich. Wir arrangierten ein Date für die beiden einsamen Perlhühner im Land der Tiere, das in Zukunft ihr gemeinsamer Ort zum Leben sein würde. Jenny aus Flensburg hatte kurz zuvor zweimal hintereinander ihren Partner verloren: der erste wurde Opfer eines Hundes, der zweite von einem Hahn getötet. Phönix und Jenny haben sich gefunden, harmonieren, schreien wenig und haben hoffentlich viel gute Zeit miteinander.

Maianne, Maike und Maiella

Passend zum Muttertag 2023 zogen drei gerettete Hennen ein, die sicherlich schon alle dreihundert Mal Mütter waren, ohne es zu wissen. Maianne, Maike und Maiella stammen aus einer „Elterntierhaltung“, die Legehennen-Hybriden produziert, waren also existent, um Eier zu legen, die dann in einer Brüterei zu „Verkaufsware“ wurden: bunte neue „Eierproduzentinnen für den Hausgebrauch“. Verkauft werden solche Tiere dann per „Lebendgeflügelhandel-LKWs“, die über die Dörfer fahren oder auf Märkten. Ihre Mütter leben derweil unter schlechten Bedingungen, in Bodenhaltung in großen Gruppen, durften also nie im Freien herumlaufen, nie Sand- oder Sonnenbäder nehmen, nicht herumpicken. Nach ein bis anderthalb Jahren maximaler Ausnutzung werden die „Elterntiere“ ausgetauscht, weil sie krank und „verbraucht“ sind, die „ausgedienten“ Hennen werden normalerweise im Schlachthof „entsorgt“.

Wir sind sehr dankbar, wenn jemand Maianne, Maike und Maiella mit einer Patenschaft unterstützt!

Obwohl die „bunten Hühner“ so robust aussehen, sie sind es nicht, sondern haben die Probleme, die auf maximale Eierproduktion gezüchtete Hennen haben: maximal viele Eier, um die 300 in einem Jahr, belasten die kleinen Körper extrem, dazu kommen Kannibalismusschäden durch die nicht hühnergerechte Haltung. Die drei geretteten Goldsperber-Hybridhennen waren dazu bei ihrer Ankunft stark von Innenparasiten befallen und dringend medizinisch behandlungsbedürftig. Ansonsten sind Maianne, Maike und Maiella mittlerweile gutgelaunt – und werden garantiert ihre verbleibende Lebenszeit und ein echtes Hühnerleben sehr genießen.

Die Lehmanns: Sechs ehemalige „Lege“-Hennen aus Käfighaltung

Fast nackt, mit hängenden Köpfen, komplett erschöpft, jede von ihnen dazu mit weiteren, individuellen Gebrechen und Krankheiten. Was ihnen angetan wurde, übersteigt die Vorstellungskraft. Im Januar 2023 sollten sie dann geschlachtet werden, weil sie nach ca. anderthalb Jahren als „Legehennen“ am Ende ihrer Kräfte waren. In einer großen Rettungsaktion konnten Tierschützer*innen sie und etwa 1000 weitere Hühner retten.

Die Lehmanns suchen noch liebe Menschen, die ihr neues Leben im Land der Tiere mit einer Patenschaft unterstützen.

1000 von insgesamt 80.000 Hennen, die in dem Betrieb lebten. „Legebatterien“ wurden zwar „aus Tierschutzgründen“ irgendwann verboten, für die Hennen änderte sich jedoch nicht wirklich etwas. Die Lehmanns stammen aus Käfighaltung, heute „Volierenhaltung in Kleingruppen“ genannt. Wer denkt da schon an 80.000 Hühner in einem Betrieb, die in Käfigen auf Draht sitzen, niemals Sonne sahen, niemals herumliefen, niemals sandbadeten? Hennen, deren körperlicher und psychischer Zustand elend ist. Aufgrund der Haltung, aufgrund der angezüchteten „Spitzenlegeleistung“. In 100 Wochen legt ein solches Huhn 481,9 Eier – sagt der „Produktkatalog der Herstellerfirma“.

Die wenigsten dieser Tiere werden allerdings 100 Wochen alt. Die, die nicht schon viel früher sterben, infolge bakterieller Infektionen, mit Knochenbrüchen, Legedarmentzündungen, erreichen dieses Alter ebenfalls selten. Ihr Leben endet – ganz unabhängig davon, ob sie aus Käfig-, Boden-, Freiland- oder Biohaltung stammen – im Schlachthof, sobald ihre „Eierproduktionsleistung“ sinkt und sie nicht mehr lukrativ genug sind.

Die Lehmanns sind seit ihrem Einzug in Behandlung, die Henne, für die wir überhaupt keine Hoffnung hatten, lebt auch nach wie vor. Alle sechs Hennen essen jetzt gut, laufen herum, trauen sich, ihre neue Umgebung zu erkunden, versuchen sogar, zu fliegen, was ohne Federn noch unmöglich ist, aber hoffentlich bald zu ihrem Leben dazu gehört, so wie alles andere, was ein Huhn normalerweise tut, wenn es nur kann.

Griesela

Eingesperrt sein, keine Sonne haben, nicht sandbaden können, Eier legen. Griesela, Spooky, Dolly, Amanda, Helene und Maria lebten bis Juni 2021 als sogenannte „Elterntiere“ in einem großen Bodenhaltungsbetrieb, in dem sie Eier produzierten, aus denen künstlich neue „Legehennen“ erbrütet wurden. Ihr körperlicher und seelischer Zustand war furchtbar und der Zeitpunkt da, wo sie geschlachtet werden sollten. In einer großen Rettungsaktion konnten alle über 1500 Hühner des Betriebes gerettet werden und Griesela, Spooky, Dolly, Amanda, Helene und Maria zogen ins Land der Tiere.

Griesela ging es sehr schlecht. Fast 300 Eier in einem Jahr hatten sie und die anderen Hühner gelegt. Ihre Körper waren ausgemergelt, alle waren sehr krank: Bakterien, Würmer, Darmpilz und die angezüchtete hohe „Legeleistung“ und die Haltung hatten schlimme Spuren hinterlassen. Nach über einem Monat in Quarantäne und medikamentösen Behandlungen konnten wir Griesela und die anderen endlich das erste Mal in ihrem Leben nach draußen lassen. Vorsichtig aber voller Neugier haben sie angefangen, die Welt da draußen zu erkunden, die ersten Sonnen- und Sandbäder zu genießen, herumzulaufen in Klee und Wiese, den Himmel anzuschauen, sich den Wind ums zerzauste Gefieder wehen zu lassen – und endlich mit einem echten Hühnerleben zu beginnen.

Dolly

Eingesperrt sein, keine Sonne haben, nicht sandbaden können, Eier legen. Dolly, Griesela, Spooky, Amanda, Helene und Maria lebten bis Juni 2021 als sogenannte „Elterntiere“ in einem großen Bodenhaltungsbetrieb, in dem sie Eier produzierten, aus denen künstlich neue „Legehennen“ erbrütet wurden. Ihr körperlicher und seelischer Zustand war furchtbar und der Zeitpunkt da, wo sie geschlachtet werden sollten. In einer großen Rettungsaktion konnten alle über 1500 Hühner des Betriebes gerettet werden und Dolly, Griesela, Spooky, Amanda, Helene und Maria zogen ins Land der Tiere.

Dolly braucht zu ihrem Glück noch liebe Menschen, die ihr Leben mit einer Patenschaft unterstützen.

Dolly ging es sehr schlecht. Fast 300 Eier in einem Jahr hatten sie und die anderen Hühner gelegt. Ihre Körper waren ausgemergelt, alle waren sehr krank: Bakterien, Würmer, Darmpilz und die angezüchtete hohe „Legeleistung“ und die Haltung hatten schlimme Spuren hinterlassen. Nach über einem Monat in Quarantäne und medikamentösen Behandlungen konnten wir Dolly und die anderen endlich das erste Mal in ihrem Leben nach draußen lassen. Vorsichtig aber voller Neugier haben sie angefangen, die Welt da draußen zu erkunden, die ersten Sonnen- und Sandbäder zu genießen, herumzulaufen in Klee und Wiese, den Himmel anzuschauen, sich den Wind ums zerzauste Gefieder wehen zu lassen – und endlich mit einem echten Hühnerleben zu beginnen.

Sprotte

Welche Zukunft steht zwei Zwerghühnern bevor, die bei Ebay „zusammen für fünf Euro“ angeboten werden, weil sie wegen umzugsbedingter Aufgabe einer Tierhaltung „schnell weg müssen“? Damit die beiden eine Zukunft haben, boten wir an, die Hühner kostenfrei zu übernehmen. Und so zogen die zwei Minihühner, die seitdem Wilma & Sprotte heißen, zu Weihnachten 2020 ins Land der Tiere ein.

Inzwischen ist Sprottes Ziehmutter Wilma verstorben. Heute lebt die äußerst selbstbewusste Sprotte zusammen mit Puten und Kaninchen. Von Größe lässt sich das kleinste Huhn im Land der Tiere nicht beeindrucken – und schubst auch einfach mal die deutlich größeren Puten auf die Seite.

Wir wären dankbar, wenn liebe Menschen das Leben von Sprotte mit einer Patenschaft unterstützen!

Sprotte ist tatsächlich die Tochter von Wilma – zumindest hat Wilma klammheimlich vor zwei Jahren das Ei ausgebrütet, aus dem die kleine Sprotte schlüpfte. Wilmas Halter dachten schon, Wilma sei „weg“, als sie irgendwann nicht mehr auftauchte. Als sie wieder auftauchte, kam sie nicht alleine, sondern mit ihrem Küken um die Hecke.
Bei ihrem Einzug waren Wilma und Sprotte leider erst einmal „Quarantänepatientinnen“: tatsächlich hatten wir zuvor noch nicht solche Mengen ausgeschiedener Würmer gesehen, aufgrund des starken Parasitenbefalls waren sie auch nicht in gutem Allgemeinzustand. Gut, dass sie nun bei uns sind – und ganz bestimmt noch viel gute Zeit haben werden.