Lulu kam 2017 in einem „ganz normalen Ferkelproduktionsbetrieb“ zur Welt. Sie war sehr krank, hatte Abszesse, die sich an ihren Verletzungen gebildet hatten, und hätte in dieser komplett lebensfeindlichen Umgebung nicht mal bis zur Schlachtung überlebt. Lulu gehörte zu den „Kümmerlingen“, den Ferkeln, die kurz nach Geburt in den Anlagen sterben oder „notgetötet“ werden, weil ihr Leben für die Betreiber keinen Wert hat.
Tausende solcher Ferkel, wie Lulu eins war, liegen jetzt grade in diesem Moment in den „Ferkelproduktionsanlagen“, ungesehen, unbekannt, mit lebensbedrohlichem Durchfall, Verletzungen, Abszessen, dehydriert, hungrig, frierend. Sie werden liegengelassen, um zu sterben oder werden getötet, weil sie eine Behandlung und intensive Handaufzucht ökonomisch für die Zuchtbetriebe nicht rechnet.
Lulu hatte Riesenglück. Sie kam 2017 mit ihrer inzwischen verstorbenen Freundin Pauline über Umwege ins Land der Tiere: grade noch rechtzeitig, um zu überleben.
Seitdem kann Lulu machen, wonach ihr der Sinn steht. Wenn sie sich an ihrem Geburtstag die Sonne auf den Bauch scheinen lassen möchte, dann ist das ihr gutes Recht. Auf viel weitere gute Zeit!