Wir ersticken in Tieraufnahmeanfragen. Und die „Gründe“ sind sehr häufig unfassbar. Bei Kaninchen heißt es meist „Eins unserer so geliebten Kaninchen ist gestorben, und das andere kann ja nicht alleine bleiben. Jetzt haben wir beschlossen, die Kaninchenhaltung zu beenden.“ Punkt.

Mal ganz abgesehen von „der Liebe“ und Verantwortung, die man nun mal übernimmt, wenn man Tiere hält und dass man nicht einfach „beschließen kann“, jemanden abzuschaffen: die Tierheime sitzen voll mit Kaninchen, die z.B. aus solchen Gründen dort landeten. Oder weil das angeschaffte lebende Kinderspielzeug die Erwartungen nicht erfüllte. Oder Leute merkten, dass kleine Tiere auch ganz schön viel Arbeit machen – und jede Menge Kosten verursachen.

Unserer Logik würde es entsprechen, sofort mindestens eines dieser abgeschobenen Kaninchen zu adoptieren, damit „das Eigene“ nicht alleine ist und ein anderes davon auch noch profitiert. Schicken wir so einen „Vorschlag“ als Antwort auf so eine Tieraufnahmeanfrage, gibt es fast immer die Reaktion (falls es überhaupt eine Reaktion gibt…): „Danke, aber unsere Entscheidung steht fest“. Wir sparen uns dann die Antwort, „Danke für eure Liebe…“.

Es gibt echte Gründe, Tiere abgeben zu müssen, eigene Krankheit, krasse Veränderungen persönlicher Umstände, andere Notsituationen. In allen anderen Fällen ohne echten Grund ist Verantwortung für immer, ein ganzes Leben lang. Viele Tiere würden erst gar nicht gezüchtet und gekauft und Tierschützer*innen müssten sich nicht um Millionen Ungewollte und Abgeschaffte kümmern, wenn das endlich in allen Köpfen ankäme.

7. Dezember 2025

Schwein Pauline im Land der Tiere, einem Lebenshof für ehemalige "Nutztiere" in Mecklenburg-Vorpommern, idyllisch gelegen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe zwischen Hamburg und Berlin

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Hündin Nica im Land der Tiere, einem Lebenshof für ehemalige "Nutztiere" in Mecklenburg-Vorpommern, idyllisch gelegen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe zwischen Hamburg und Berlin

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