Tiervermittlung
Die allermeisten Tiere, die ins Land der Tiere einziehen, finden bei uns ihr Zuhause für immer. Manchmal jedoch ziehen Notfälle ein, denen wir aus verschiedenen Gründen kein dauerhaftes Zuhause bieten können. Zum Beispiel weil sie von „eigenen Menschen“ profitieren würden, die mehr Zeit haben als wir mit über 200 Tieren, die alle ihre individuelle Betreuung benötigen. Manchmal sind es ausgesetzte Katzen, Meerschweinchen oder Hähne – und Landschildkröten, die unbedingt Einzelplätze benötigen.
Vermittlungsanfragen bitte mit vollem Namen, Anschrift und Telefonnummer und kurzer Schilderung der Lebensbedingungen, die ihr bieten könnt, via E-Mail an info@land-der-tiere.de.
Fundkaninchen aus Lauenburg
Zuhause gesucht: 7 Zwerge und ein Nest voll Babys
Das jetzt auch noch. Die Nestbauaktivitäten der Zwergenmama, die Anfang Juli an einem Parkplatz in Lauenburg an der ehemaligen innerdeutschen Grenze mitsamt ihrer Familie ausgesetzt wurde (link), waren leider kein „Fehlalarm“. Sie hat am 31.7.2026 ihr Nest vollgemacht mit noch mehr Kaninchenbabys. Wir haben bislang nur vorsichtige „Tastkontrolle“ im Nest gemacht, mehr würde die Mama zu nervös machen. Fünf oder sechs Babys liegen drin. Die Vermittlungschancen der Zwergenfamilie sinken damit noch einmal mehr in den Bereich der größten Unwahrscheinlichkeit. Wenn wir nämlich eins ganz schlecht (genaugenommen: gar nicht) können ist es, Kaninchenfamilien durch Trennung zu zerstören. Das ist das Eine. Das Andere, dass eine Vermittlung von Kaninchen für uns nur infrage kommt, wenn die Tiere weder in langweiliger Zimmer- noch in 10 Quadratmeter-Gehege und sowieso nicht in Käfig- oder Stallhaltung leben sollen, sondern auf jeden Fall als Freilaufkaninchen mit tagsüber Gartenzugang und sicherem, großem Nacht- und Schlechtwetterwohnraum. Dazu noch die Tatsache, dass es sich bei der Zwergenfamilie um Widdermixe handelt, wo vielleicht Zahn- und Ohrenprobleme genetisch vorprogrammiert sind.
Falls es irgendwann gelingen sollte, doch andernorts ein passendes, tolles Zuhause für die Zwergenfamilie zu finden, wären wir happy. Da das durch die Geburt der neuen Kaninchenbabys aber erstmal in weitere Ferne gerückt ist, weil sowieso mindestens drei Monate vergehen, bis die Kaninchen „vermittlungsbereit“ sind, sind wir extrem dankbar, wenn liebe Menschen die kleine zuckersüße Großfamilie mit ihrer Patenschaft unterstützen und mithelfen, Essen, Kastrationen und andere Notwendigkeiten zu finanzieren.
Wenn ihr aufrichtiges Interesse habt, meldet euch bitte mit allen Angaben zum möglichen Kaninchenzuhause via Mail.
Die drei Schlüpflinge
Zuhause gesucht: Griechische Landschildkröten
15 Gramm schwer und noch mit Eizahn auf der Nase, mit dem sie sich grade aus ihren Eiern gebohrt hatten, waren die drei winzigen Schildkrötchen, als wir sie Ende August 2020 abholten. Eine ehemalige Schildkrötenhalterin aus Brandenburg rief uns verzweifelt um Hilfe, als sie die Schlüpflinge in ihrem Garten fand. Eine der Schildkröten, die mal in der Familie lebte, muss vor ihrem Auszug unbemerkt Eier gelegt haben – den Rest erledigte die Sonne.
Mittlerweile ist klar, dass es sich bei den drei „Naturbruten“ um zwei Jungs und ein Mädel handelt. Wir werden sie also bald trennen müssen, bevor die Jungs das kleine Mädel zu sehr nerven. Die Kleine könnte perspektivisch in eine unser Mädelsgruppen einziehen und für immer bei uns bleiben, aber für die Jungs brauchen wir eine Lösung, da sie bestenfalls ihr Leben zu zweit verbringen können, ohne zu streiten. Interessent*innen für die beiden muss klar sein, dass es eventuell irgendwann notwendig sein kann, sie zu trennen, weil sie sich nicht mehr vertragen.
Maio
Zuhause gesucht: Griechische Landschildkröte
Maio kam zusammen mit Maia im Mai 2023 als angebliches Fundtier zu uns. Die Geschichte des „Finders“ war nicht sehr glaubwürdig, denn zwei Schildkröten gleichzeitig beim Rasenmähen unterhalb der Grasnarbe zu finden ist relativ unwahrscheinlich. Und tatsächlich stimmte unsere Vermutung: „zufällig“ waren bei der Artenschutzbehörde Jahre zuvor zwei Griechische Landschildkröten angemeldet worden von jemanden mit selbem Nachnamen wie der „Finder“.
Maia konnten wir dann tatsächlich anhand von beim der Artenschutzbehörde vorliegenden „Babyfotos“ eindeutig identifizieren und kennen daher auch ihr Alter: sie schlüpfte im Sommer 2014 aus ihrem Ei. Bei Maio, der bedeutend älter ist, handelt es sich eindeutig nicht um die Schildkröte, die zusammen mit Maia angemeldet worden war. Wir recherchieren weiter, aber die wahre Geschichte dahinter werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Fest steht nur: Wir brauchen nicht darauf warten, dass sie irgendwo sehnlichst vermisst und vielleicht wieder abgeholt werden. Maia hat ihr Zuhause für immer bei uns gefunden – aber Maio sucht langfristig noch einen Einzelplatz.






