Die meisten Menschen, die Fleisch essen, sind ja davon überzeugt, dass sie nur Fleisch von glücklichen Tieren essen. Und außerdem essen alle sowieso nur ganz wenig Fleisch und wenn dann kaufen sie natürlich „regionales“ Fleisch deutscher Herkunft – und beim „Metzger des Vertrauens“.
Tierschutz ist auch allen ganz wichtig. Denn niemand möchte, dass Tiere leiden und gequält werden. Schockbilder wie die von ARIWA – Animal Rights Watch e.V. aus einem Großschlachthof in Schleswig-Holstein, die viele heute in den Medien gesehen haben, passen sehr schlecht zu dem Heile-Welt-Fleisch-Bild. Über 13 Millionen Schweine pro Jahr schlachtet alleine Deutschlands „Marktführer“, der den aktuellen „Skandal-Schlachthof“ betreibt. Erstaunlich, wo doch alle nur so ganz wenig Fleisch essen. Und auch nur von glücklichen Tieren. Genau diese Vorstellungen machen es möglich, das große Verdrängen aller Grausamkeiten der „Fleischproduktion“. Wie lange noch?
Auf dem Foto das ist übrigens Anni. Mit „Fleischproduktion“ hat sie nichts zu tun. Geboren wurde sie in einem großen „Ferkelproduktionsbetrieb“, war untauglich als Mastschwein, da sehr krank und „nicht gewinnbringend“. Darum blieb ihr alles weitere erspart, was eigentlich geplant war. Stattdessen lebt sie seit 10 Jahren ein sehr freies, glückliches, umsorgtes Leben im Land der Tiere – und hat in der Zeit extrem viele tiefe Gespräche mit Menschen geführt, die von sich behaupteten, wenn überhaupt ja nur „Fleisch von glücklichen Tieren“ zu essen.
19. Oktober 2026



