Eddies Geschichte ist unglaublich. Und passiert wahrscheinlich weiterhin regelmäßig so oder so ähnlich.
Er wurde vor acht Jahren als „zahmes Microschwein“ verkauft und übers Internet bestellt. Als dann ein völlig panisches Ferkel im Jutesack angeliefert wurde, merkte die Familie zum Glück ziemlich schnell, dass sie einen Fehler gemacht haben. Sie riefen uns an. Wir befreiten Eddie aus dem Sack und hörten uns die Geschichte an.
Ganz lieb und zahm sollte das Schwein sein, hatte man der Familie gesagt. Aufs Katzenklo gehen. Schmusen. Und als Auslauf würde es reichen, mit ihm am Geschirrchen eine Runde um den Block zu gehen. Eine fiese Verkaufsmasche, die völlig außer Acht lässt, dass es hier um Lebewesen geht.
Wir nahmen Eddie mit ins Land der Tiere.
Hier lebt er zusammen mit Minischwein Lilli, die kurz nach ihm einzog, denn natürlich sollte er nicht alleine sein. Die beiden teilen sich das große Minischweineland, ziehen tagsüber zusätzlich über das Gelände, können herumlaufen, wühlen, suhlen, Nickerchen unterm Apfelbaum machen (Eddies Lieblingsplatz im Herbst), Krauleinheiten erhalten, Kekse verlangen, die großen Schweine ärgern, sich übers Wetter beschweren oder freuen, gemeinsam oder alleine ihr Programm machen, ganz so, wie ihnen der Sinn steht.
Klar ist: Schweine gehören nicht in Wohnungen und Kinderzimmer, sondern in den Wald. Auch wenn sie noch so mini oder micro sind.
Alles Gute zum 8. Rettungstag, Eddie!
4. April 2026







