Wie sie in eine kleine Plastikkiste in den Händen von Jugendlichen gelangte, wissen wir nicht. Nur, dass ein aufmerksamer Passant ihnen das Huhn abgenommen hat. Und sie schließlich zu uns brachte.
Seitdem lebt Motte im Land der Tiere. Hier hat sie es geschafft, sich mit Sprotte anzufreunden, die zwar selbst ein Huhn ist, aber mit den meisten Artgenossinnen nichts zu tun haben will, und flitzt umher, springt Menschen auf die Schultern und die Arme und verpasst nichts, was in ihrer Nähe stattfindet.
Leider hat Motte genetisch ein Problem mitbekommen, denn Hühner wie sie werden auf maximale Eierproduktion gezüchtet: 300 Eier pro Jahr sind „normal“. Schon vergangenes Jahr hatte sie extreme Probleme wegen ihrer „Eierüberproduktion“, was wir zum Glück mittels Hormonimplantat beheben konnten. Jetzt ging es wieder los, Motte legte so viele Eier, dass ihr Körper nicht mal Zeit für die Schalenproduktion hatte, und war sichtlich schlapp. Vor einigen Tagen hat sie einen neuen Hormonchip bekommen, der sie wieder vom Eierlegen befreit. Und ist hoffentlich bald wieder ganz die alte Motte, die immer da ist, wo was los ist.
8. Juni 2026



