Menschliche Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet.
Die ersten Böller und Feuerwerkskörper krachen und fliegen. Kater Klaus, der einmal Silverster verloren ging, bei starkem Frost fast 2 Wochen spurlos verschwand und dann klapperdünn und am Ende seiner Kräfte wieder auftauchte, verbringt Silverster seitdem eingesperrt im Haus. Als Angstgefährtinnen hat er die Hunde, vor allem Nica, die ab jetzt bis Übermorgen die furchtbarste Zeit des Jahres durchlebt. Nicht einmal pinkeln gehen ist stressfrei möglich. Vielleicht pinkelt sie erst am 2. Januar wieder – bis dahin ist sie die pure Angst.
Klaus und Nica sind nur die Leidenden, die direkt bei uns sind – die den Vorteil haben, dass wir sie beschützen können. Beschützen durch Freiheitberaubung. Weil manche ihre Freiheit so laut feiern wollen, dass sie anderen ihre nehmen.
Ab morgen werden panische Gänse, Kraniche, Schwäne und andere Vögel über uns hinwegflüchten, flüchten vor dem, was wir „Zivilisation“ nennen. Jede Angst auch nur eines einzigen Wesens ist eine zuviel. Wir haben die Wahl, ihnen diesen Schaden zuzufügen oder auch nicht.
Unsere Silvesterfeier wird leise sein, sie wird bei den Tieren sein, die an diesem Tag unsere besondere Fürsorge brauchen. In Gedanken sind wir bei denen, denen wir nicht helfen können. Denjenigen, die nicht vor dem Lärm flüchten können und deren Angst oftmals tödlich endet.
Nehmt Rücksicht. Passt gut auf die bei euch lebenden Tiere auf. Und feiert, ohne anderen dabei zu schaden. Danke!