So kann das gehen, wenn notfallmäßig drei neue winzige, frisch geschlüpfte Wesen einziehen: schon sind sechs Jahre um. Na ja, in Schildkrötenzeit gemessen ist das vielleicht auch „nichts“. 😉
15 Gramm schwer und noch mit Eizahn auf der Nase, mit dem sie sich grade aus ihren Eiern gebohrt hatten, waren die drei winzigen Schildkrötchen, als wir sie abholten. Eine ehemalige Schildkrötenhalterin aus Brandenburg rief uns verzweifelt um Hilfe, als sie die Schlüpflinge in ihrem Garten fand. Eine der Schildkröten, die mal in der Familie lebte, muss vor ihrem Auszug unbemerkt Eier gelegt haben – den Rest erledigte die Sonne. Hielt man vor nicht ganz so langer Zeit hierzulande noch für unmöglich, aber Naturbruten mediterraner Landschildkröten sind auch im Norden Deutschlands keine biologische Seltenheit mehr.
Mittlerweile sind aus den drei Winzlingen ein kleines Schildkrötenmädchen und zwei vorpubertäre Jungs geworden. Es wird wahrscheinlich das letzte Jahr sein, dass sie zusammen verbringen können. Das Mädchen wird in eine unserer bestehenden Schildkrötengruppen einziehen können. Bei den Jungs können wir froh sein, wenn sie noch ein bisschen zu zweit sein können, ohne sich permanent gegenseitig zu belästigen. So bauen wir schon wieder an bei den Schildkröten, um mehr Platz zu schaffen. Was nicht heißt, dass wir die Hoffnung aufgeben, für den einen oder anderen unserer männlichen Griechischen Landschildkröten irgendwann irgendwo ein anderes, tolles neues Zuhause zu finden bei Menschen mit viel Zeit und einer großen Portion Schildkrötenliebe.
24. August 2026





