Bestimmt nicht von einer Welt, wo es als „großer Erfolg für den Tierschutz“ gefeiert wird, wenn für einen Teil der Schlachthöfe eine verpflichtende Videoüberwachung beschlossen wird. Als ob damit das Leiden in deutschen Schlachthöfen, wo es an der Tagesordnung ist, dass Tiere vor und während der Schlachtung Schmerzen und Panik haben, weil sie erstickt werden oder Tiere die Zerlegung ihrer Körper bei vollem Bewusstsein miterleben, zu Ende wäre.
Die Videoüberwachung droht nicht mehr zu sein als ein Ablenkungsmanöver: “Wird ja alles kontrolliert. Ist dann also alles fein.“ Nichts ist fein. Wenn ein einzelner unterbezahlter Mitarbeiter wegen Misshandlung bestraft wird, weil er dabei gefilmt wurde, wie er ein Tier grob behandelte, das Vergasen von Millionen Schweinen in „Paternostern“, die in Kohlendioxid-Gruben gefahren werden, wo die Tiere minutenlang gegen das Ersticken kämpfen, aber „legal“ ist und zudem auch niemand weiß, wer das Videomaterial überhaupt sichten soll, ist das „ein netter Versuch“, die Leute so weit zu beruhigen, dass sie auch weiter Fleisch essen“.
Die träumende Pia weiß von all dem zum Glück nichts. Nicht, dass sie eigentlich als Mastschwein geboren wurde, nichts von Mastanlagen und Schlachthöfen. Vielleicht träumt sie von ihren Ausflügen mit ihren Brüdern, mit denen sie auch heute noch zusammenlebt oder von der wundervollen Zeit mit ihrer Mutter als kleine glückliche Schweinefamilie in einem Land, wo es keine Schlachthöfe gibt.
7. November 2026



