Was bedeutet es für eine Pute, ein „Elterntier“ zu sein? Viele Hundert weibliche Puten in einer Halle eingesperrt, Stress, Verletzungen, Krankheiten. Alle paar Tage eingefangen werden, zwangsbesamt von Menschenhand. Luna, Cleo, Amelie & Anouschka existierten, um Eier zu legen, aus denen dann Küken für die Putenmast erbrütet wurden. Etwa ein Jahr lang werden weibliche Putenelterntiere benutzt, gequält, misshandelt – und dann krank, verletzt und verbraucht im Schlachthof entsorgt. Vier dieser armen Wesen wurden heute vor drei Jahren zu vier Geretteten, die seitdem ihr Leben und ihre Freiheit genießen können. Und das tun sie, voller Freude: Happy dritten Rettungstag, Cleo, Amelie, Luna und Anouschka! ❤

Puten, die mehrmals wöchentlich eingefangen und von Menschen zwangsbesamt werden mit Putensperma, welches zuvor extrem schweren Putenhähnen „abgemolken“ wurde, um aus vielen Millionen gelegten Puteneiern dann Mastküken zu erbrüten, so funktioniert die industrielle Putenproduktion. Was das für die als Elterntiere benutzten Puten bedeutet, wie sie „leben“, davon hat kaum jemand eine Vorstellung. Nicht umsonst findet die Putenproduktion an Orten statt, zu denen eigentlich niemand Zugang hat.

Luna, Cleo, Amelie & Anouschka waren extrem begeistert, als sie nach ihrer Quarantänezeit, in der ihre Wunden verarztet und bakterielle Erkrankungen behandelt wurden, endlich nach draußen konnten. In der Sonne liegen, neugierig alles erkunden, Sandbäder nehmen, Gräser pflücken, frei sein, keine Angst mehr haben zu müssen, all das war ganz neu für sie.

Sie kommen freudig angeflitzt, fast fliegend, wenn sie vertraute Menschen sehen oder gerufen werden. Setzen sich neben dich, ganz nah. Kuscheln, genießen Streicheleinheiten. Oft glucksen sie dann leise und glücklich vor sich hin, manchmal schlafen sie dann auch einfach ein. Und träumen. Wovon, das bleibt ihr Geheimnis.

10. Mai 2026

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