Und was da so im Wind weht, gehört so.
Im Gegensatz zu anderen „wolligen“ Schafrassen können Guteschafe (sie heißen wirklich so, eine alte, nordische Schafrasse) wie Jule selbständig ihre Winterwolle ablegen und müssen nicht geschoren werden. Das sieht dann eine Weile ziemlich wüst aus, und so nach und nach lösen sich die perrückenähnlichen Wollfetzen und wehen dann im Land herum. Untendrunter ist gleichzeitig schon schickes neues Fell.
Die Eigenschaft des selbständigen Fellwechsels wurde den heutigen Schafrassen fast ausnahmslos abgezüchtet, so dass sie zwangsläufig geschoren werden müssen. Das bedeutet Stress, Verletzungsgefahr – und nach dem Scheren sind Schafe erst einmal ziemlich schutzlos der Witterung ausgesetzt, weil unter den Wolle eben kein echtes Fell existiert. Ganz schön verrückte „Erfindung“…
12. Juni 2026



